Donnerstag, 31. Mai 2012

kurz nochmal Frust ablassen

Schon wieder ein Post für heute, aber ich kanns mir einfach nicht verkneifen. Habe grad im Internet so ein widerliches Forum gesehen, welches mich total wütend macht! Die Bewegung nennt sich anti-vegan:
http://www.antiveganforum.com


Klar, jeder kann im Internet seine Meinung kundtun und mit Gleichgesinnten über Dinge sprechen, die einen interessieren und über die man Ahnung hat, aber dieser


aggressive und zynische Unterton,


dazu diese gegen Null konvergierende Intelligenz der Beiträge (bzw. der Forenuser)


soll wahrscheinlich auch genau das bewirken - uns Veganer wütend machen und sich selbst feiern, weil sie ja so bodenständig und normal geblieben sind, und nicht komplett in überirdische Sphären abheben, so wie wir, haha.


Hier Auszüge:


Zur Frage: Warum lebt ihr anti-vegan?

Seltsame Frage. :gruebel:
Ich habe bisher noch keine überzeugenden Gründe gesehen, um vegan zu leben. Falls dies als Antwort taugt, soll es dieselbe sein.
Ich wurde bisher auch noch nie gefragt, warum ich kein Fußballfan bin. Wobei - zugegebenermaßen - Fußball mit Veganismus zu vergleichen ...
Leute, ehrlich: Das war keine Absicht. :embarrassed:

naja.. wenn DU sojaschrot essen kannst, bitte. Ich kanns nicht. Und Sojaöl pieseln kann ich auch noch nicht -.-'



Welche Gründe gibt es für den Konsum tierischer Produkte?
Sie schmecken. 
Sind in diesem Forum mehr Vegetarier oder Fleischesser?
Die meisten sind Teil-Vegetarier, Lacto-ovo-pesco-carno-Vegetarier zum Beispiel. 
Schon lange nicht in einem Punkt, den man seit der Geburt anerzogen bekommen und nie hinterfragt hat.
Bei mir wars die Metzgersfrau an der Ecke, die alte Leichendealerbitch. Sie hat mir immer ein Stück Wurst geschenkt und seitdem... :wurst:


Naja, aber auch noch ein schöner Beitrag für heute.
Und zwar über Vitamin-B12-Mangel. Haben wir nämlich auch nicht erfunden, für alle, dies noch nicht wissen:


Hier ein Auszug:



Der Mythos, ein Vitamin-B12-Mangel entstehe aufgrund einer veganen Ernährung, basiert auf der Theorie, dass nur tierische Produkte dieses Vitamin enthalten. Das stimmt natürlich, doch werden bei dieser Aussage in Bezug auf den Veganismus gerne zwei wichtige Aspekte vergessen.
Erstens gehören zu „tierischen Produkten“ auch winzig kleine tierische Produkte, wie beispielsweise Vitamin-B-12-produzierende Mikroorganismen, die sich auf Obst und Gemüse befinden – wenn wir sie nicht gerade im Rahmen eines heute leider üblichen übertriebenen Hygieneempfindens akribisch entfernen.
Zweitens sind wir selbst auch ein „tierisches Produkt“. Und genauso wie im Körper eines beliebigen Pflanzen fressenden Tieres Vitamin B 12 mit Hilfe Vitamin-B-12-bildender Bakterien entsteht, so entsteht es auch in unserem Körper. Die Voraussetzung dafür ist natürlich eine intakte Darmflora.

Mehr unter: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/vitamin-b12-ia.html#ixzz1wSPSDncl

LG :) 

Halbgekochtes Fit 'n Fast Food & ein geiler Nagellack!

Als Blogger geht das Thema der rohveganen Ernährung auf keinen Fall an einem vorbei. Irgendwann wird man immer damit konfrontiert und liest davon. Ich hatte, bis ich auf vegane Blogs gestoßen bin, keine Ahnung davon, dass so etwas wie rohvegane Ernährung existiert, und mich eben zum ersten Mal ein bisschen informiert.
Dabei gibt es allerdings noch viel, viel mehr Wissen, welches ich mir mal im Laufe der Zeit aneignen möchte, auch wenn ich nicht vorhabe, mich irgendwann rohvegan zu ernähren, dazu müsste ich erstmal in ein heißes Land ziehen, weil ich normalerweise im Winter 2-3 warme Mahlzeiten am Tag brauche um nicht zu erfrieren!

Heute habe ich dann aber beim Mittagessen mal die gesunden Fette Fette sein lassen und nicht übermäßig erhitzt oder zum Braten verwendet. Auch das Gemüse habe ich nur gerieben anstatt, wie normalerweise, irgendwie anzubraten. Also eigentlich ein gekochtes Gericht, was mit rohen Zutaten verfeinert wurde.

Herausgekommen ist dabei ein superleckeres, süßsaues Reisgericht:


Man braucht (bei mir eine Portion):

1/2 Tasse braunen Reis
1 Tasse rote Linsen

5 Tassen Wasser

--> Alles aufkochen lassen, ca. 10-15 Minuten runterschalten, bis alles gar ist.

Das wars dann auch schon mit der Kocherei heute. Dazu kommen:

3 kleine Möhren
1 Zucchini
2 frische Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
Schuss Essig, etwas Süßstoff, Salz, Pfeffer

Gemüse reiben und unterrühren, Knoblauchzehen ebenfalls - keine Angst vor Mundgeruch, bei frischem Knoblauch ist das alles nicht so schlimm! Aus dem Olivenöl, Essig, Süßstoff, Salz und Pfeffer eine Art süß-saure Vinaigrette zubereiten und ebenfalls unterrühren.

Mit frischen Kräutern bestreuen und mit Salat servieren.



Außerdem habe ich mir heute von meinem Nachhilfegeld neuen Nagellack gegönnt! Jippie!! Die Farbe ist von p2 und heißt "notice me"! Nein, ich will nicht unbedingt auffallen, aber die Farbe sieht sowohl auf Füßen als auf Fingern total sommerlich aus und macht gute Laune.




Dazu trage ich ab jetzt ein Armband mit einem Om-Zeichen, das ich auf dem Surffestival am Wochenende erstanden habe. Hatte mir auch noch ein zweites mit einem Peace-Zeichen gekauft, welches ich jedoch leider  direkt verloren habe.


Ein kleiner Musiktipp auch noch. Schönes Lied:


Mittwoch, 30. Mai 2012

Vegan an der Nordsee: Norderney (ein Erfahrungsbericht)

So, bin wieder da, braun gebrannt, happy und erholt. Norderney ist ja soo schön!
Auch meinem Heuschnupfen hat es gut getan, der momentan leider ziemlich stark ist, aber auf der Insel hat alles gut geklappt, sodass ich noch nicht einmal morgens eine Tablette nehmen musste.


die wunderschöne Landschaft, leider verwackelt, da auf dem Fahrrad im Vorbeifahren geschossen.


Das White Sands Festival war auf jeden Fall der Hammer! Schon morgens war am Nordstrand sehr viel los, es gab tolle Surfrennen, bei denen ich mich wirklich frage, wie die das anstellen, dieses Brett so unter Kontrolle zu bekommen. Habe selber vor 5 Jahren einen Windsurfschein gemacht und musste regelmäßig mit dem Motorboot abgeschleppt werden (unser Surflehrer meinte, er sei froh, dass uns niemand sieht, wenn wir uns mit dem engen Neoprenanzug wieder zurück ins Boot schleppten, da wir aussahen wie Walrosse!!). Und natürlich Beachvolleyballturniere, bei denen jeder Platz auf der Tribüne vergeben war (man musste wirklich sehr früh da sein, um noch einen einigermaßen guten Platz zu bekommen).


Man konnte den ganzen Tag draußen verbringen und ich hab mir auch einen kleinen Sonnenbrand geholt, auf der Nase.


Mit der veganen Ernährung war es ebenfalls leichter als gedacht, denn da Norderney die größte der ostfriesischen Inseln ist (außerdem die mit den meisten Partys), ist sie auf jeden Fall ein bisschen auf Vegetarier*innen eingestellt, und als Veganer*in muss man "einfach" nur nach den richtigen Sachen fragen. Aber dazu komme ich später.


Also hier 4 Tipps für Veganer*innen auf Norderney:


1. Frühstück:: Wir haben in so einer Omapension mit vielen älteren Leuten geschlafen, weswegen wir auch abneds und nachts immer total leise sein mussten. War trotzdem schön, hatten eine große Terrasse und haben direkt in der Stadt gewohnt. Unser Frühstück war so richtig omnifreundlich:



Haha, also alles nicht wirklich was für mich schwierige Körnerpickerin.


Ich habe mir also selbst geholfen und mich also jeden Morgen mit frischem Obstsalat, selbst gemachtem Müsli mit mitgebrachter Haselnussmilch von Alpro Soya (die kann man nämlich dort im Edeka kaufen), meinem mitgebrachten Zartbitternutella von Alnatura und Brot/Brötchen mit selbst gemachter Marmelade versorgt. Hat gut geklappt. Wir mussten uns jeden Morgen richtig vollessen, damit wir den Tag über nicht so viel essen gehen mussten, da es sonst auf Dauer auch teuer wird.


2. Mein selbst mitgebrachtes Essen: Wie bereits erwähnt, habe ich mir mit Wasserkocher und Tasse Instantnudeln mit Bärlauchpesto aus der Rewe-Bio-Abteilung gemacht.
Die Nudeln waren ok, das Pesto.... eher zum würgen! Nie wieder Bärlauchpesto! Das ist mal absolut nicht mein Geschmack gewesen, da gefällt mir das Basilikumpesto von Alnatura viel, viel besser. Also das nächste Mal auf leckere Fertigmahlzeiten achten.


3. Auswärts essen. Wir waren zweimal essen und beide Male sind mir die Kellner*innen sehr freundlich entgegen gekommen. Am Samstag haben wir das "Land und Meer" besucht, also ein absolutes Fisch- und Fleischrestaurant mit allerdings 4 vegetarischen Gerichten. Ein vegetarisches Gericht ließ sich jedoch nach Rücksprache mit dem Koch veganisieren und war soo, soo lecker! Spaghetti mit Gemüsebolognese und vielen, vielen gerösteten Kernen, die Bolognese bestand aus Paprika, Tomate und Kürbis. All in all, war das Ganze auch noch mit Blüten bestreut:


dazu ein kühles Bier und der Abend läuft.

Am Montag waren wir im "Cornelius" am Nordstrand, ein urtypisches Fischrestaurant. Aber auch hier habe ich etwas Schönes gefunden, und das sogar zu einer Zeit, zu der man normalerweise nicht essen geht (15:45 Uhr nachmittags). Es gab Pommes mit Ketschup und einen tollen gemischten Salat. Leider nicht fotografiert. Auf der Salattheke stehen viele verschiedene Öle und Essige(?), die man sich dann noch zusätzlich zu einer tollen Vinaigrette drüberkippen kann, wie z.B. Kürbiskernöl, Leinöl, Macadamianussöl, Cranberryessig, Himbeeressig, Kräuteressig..... Einfach super. Das einzige, was doof war, war, dass mir zu meinem Salat trotz der Behauptung "Ich bin Veganerin" noch ein Schüsselchen mit Parmesankäse gestellt wurde. Musste ich also dann leider wieder zurückgeben lassen und wurde also weggeworfen. Die arme Kuh, hat so lange gelitten dafür.

4. Einkaufsmöglichkeiten: Da Norderney eine Insel ist, gibt es natürlich leider keine großen Biosupermärkte oder Reformhäuser (zumindest keine, die ich gesehen habe). Doch da es eine etwas größere Insel gibt, gibt es auch hier Möglichkeiten, sich vegan zu ernähren. Dazu gehören zwei Edekamärkte mit einem großen Alpro Soya Sortiment, inklusive der heiß begehrten Mandel- und Haselnussmilch, und außerdem ein Rossmann mit einer großen Bio-Abteilung, in der man sicher auch fündig wird.

Wir hatten Glück und beim Festival stand ein riesengroßer Alpro Soya-Werbestand! Ich hab gedacht, ich träume. Den ganzen Tag Soja Latte Macchiato, Müsli mit Sojajoghurt, Fruchtsojajoghurt (der leider extrem süß ist), frisch gemixte Bananenmilch und Trinkpäckchen mit Vanille und Bananenmilch UMSONST! Also ihr könnt euch vorstellen, bin weder arm geworden, noch verhungert, sondern habe einfach nur noch gelacht und gestopft.
So sah ich also ungefähr aus:

Haha, ein bisschen Schleichwerbung. Viele Touristen haben sich tagsüber schon am Strand mit Alkohol betrunken, ich dagegen durchgehend mit Sojamilch, das war viel leckerer.

Aber etwas Negatives habe ich dazu auch zu sagen: Und zwar hat Alpro Soya gezielt nur den sportlichen und den Gesundheitsaspekt betont, den man mit den Sojaprodukten erreicht. Kein einziges Wort zur veganen Lebensweise oder dazu, dass Tiere für "normale" Milch leiden müssen. Einfach nur, dass Soja schlank und schön macht. Schade eigentlich, aber für deren Firma ja vielleicht nicht werbewirksam genug.


Also, noch einmal abschließend: Wer gerne vorhat, auf eine ostfriesische Insel zu fahren, was ich auch nur empfehlen kann (Fahrräder ausleihen und ab in die Natur!!), braucht keine Angst haben, nichts Veganes zu finden. Man kann sich immer weiterhelfen. Also bitte keine Ausreden, um wieder Fisch zu essen ;-) Enthält eh nur komische Gräten!

Donnerstag, 24. Mai 2012

Surfin' Norderney!

Juhu!!
Kofferpacken ist angesagt - morgen geht's ab in den Norden!! 5 Tage Strand, Meer, salzige Luft, Beachvolleyball und Surfer gucken, ich freu mich so!
Wir fahren nämlich aufs White Sands Festival Norderney, bei dem immer die ganze Insel ausgebucht ist und wir hoffentlich auch gutes Wetter haben. Letztes Jahr waren wir auch schon da, allerdings nur für eine Nacht, diesmal wollen wir alles mitnehmen!


Apropos mitnehmen - als Veganer*in auf den ostfriesischen Inseln - geht das überhaupt? Verhungert man da, bei dem ganzen Fisch, nicht?


Wer mich kennt, weiß, dass ich natürlich nie ohne Selbstgebackenes verreise. Diesmal mit absoluten Vollwert-Muffins. Das Ursprungsrezept stammt von Veganwonderworld, wo die Muffins als 1.Mai Themenmuffins gebacken und mit lecker Sahne verziert wurden. Check it out!





Also mein Rezept ging dann so:


250 g Vollkornmehl
200 g Rapadura Rohrohrzucker
1 Pck. Backpulver
1 Pck. Bourbon-Vanillezucker
120 g klein geschnittene Erdbeeren
50 g Schokotröpfchen
300 ml Sojamilch (ich habe die Flüssigkeitsmenge wegen des Vollkornmehls etwas erhöht)
150 ml pürierte Erdbeeren
70 ml Öl
1 EL Essig


Verfahren wie immer. Erst die trockenen Zutaten verrühren, die feuchten ebenfalls seperat, und dann alles ordentlich zusammenmixen. Im Ofen bei 180° ca. 35 Minuten backen (Auch die Backzeit erhöht sich!)


Da kam eine ganz schöne Menge Teig zusammen, die dann trotz regelmäßiger Teignaschprobe für 12 Muffins, 2 Mini-Gugelhupfförmchen und 2 Teddybärförmchen gereicht hat.




Verziert habe ich dann alles mit den Resten meiner weißen Reismilchschoki, die ich pur nicht so gern esse, und Erdbeerscheibchen.




Später ist mir dann aufgefallen, dass ich mich ja gar nicht 5 Tage lang nur von Kuchen ernähren kann (Hach, wie schön das wäre!) und habe vorsorglich einen kleinen Einkauf gemacht, um für Notfälle gewappnet zu sein und nicht nur von Pommes mit Ketschup überleben zu müssen:

  
Also gibt es Instant-Nudeln, die man nur mit Wasser übergießen muss, mit Bio-Bärlauchpesto. Von Alnatura habe ich Zartbitternutella  und Streichcreme "Toskana", die ich mir aufs Brot schmieren werde. Für alles andere Haribo Crazy Schnuller. Außerdem habe ich vom Münsteraner Grunzmobil eine Broschüre bekommen über vegane Ernährung. Werde die mal zufällig "rumliegen" lassen, mal schauen, ob sich die jemand durchlesen will. :-)



Bei dem tollen Wetter war ich übrigens im Münsteraner Kanal schwimmen. Eine ganz schön fiese Angelegenheit. Direkt zu Beginn begrüßte mich ein toter Aal. Puh. Bin trotzdem reingegangen, war aber leider nicht ganz so eine vegane Angelegenheit^^

Ich wünsche euch noch ein schönes Pfingstwochenende!!

Mittwoch, 23. Mai 2012

Fit 'n Fast Food: Linsensalat auf Spinatbett mit Auberginenmus

Heute war mir, dank unsichtbarer Fesseln, die mich an den Computer binden, und der Sonne, die nicht enden wollend in mein Zimmer strahlt, nach einem schnellen und leichten Mittagessen!


... Zeit für Fit 'n Fast Food ...


Linsensalat auf Spinatbett mit Auberginenmus!




Das Rezept ist so einfach, dass man es kaum notieren braucht. Einziges Manko sind die Auberginen, die gut und gerne eine Stunde im Ofen ruhen wollen. Also: die Auberginen eine 3/4 - volle Stunde, bevor ihr essen wollt, mit der Gabel einstechen und bei 250° im Ofen schmoren lassen.


I. Spinatbett: Ihr nehmt eine Tüte (300g) frischen Spinat und übergießt ihn mit kochendem Wasser, lasst ihn dann für einige Minuten ziehen und schreckt ihn mit eiskaltem Wasser ab. 
Klein schneiden und mit etwas Salz, Pfeffer, Muskat würzen.


II: Linsensalat: Eine Tasse Linsen mit zwei Tassen Wasser aufkochen und kochen lassen (nicht zu lange! Allerhöchstens 10 Minuten reichen, damit sie bissfest bleiben. Am besten immer mal probieren). Schließlich mit gehackten Kräutern, einem guten Schuss Olivenöl, Essig, Süßstoff, Salz, Pfeffer und Garam Masala würzen.


schmeckt übrigens auch zusammengemanscht lecker.
III. Auberginenmus: Wie schon erwähnt, dauern die Auberginen etwas länger. Das habe ich leider nicht miteinberechnet, weswegen ich mein Auberginenmus zum Nachtisch verputzen musste ;-). 
Wenn die Haut schon schrumpelig und schwarz ist, die Auberginen aus dem Ofen holen und sie "sezieren" - das heißt, häuten und das kleine Köpfchen abschneiden. Die essbaren Teile mit dem Messer so klein wie möglich schneiden und mit ca. einem Esslöffel veganer Remoulade, einem Teelöffel Senf, etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen.


so sollte eure Aubergine aussehen, wenn ihr sie aus dem Ofen holt.

...und so das Mus. Das ist die ungefähre Menge, die man bekommt, wenn man es nur aus einer Aubergine macht, also nehmt ruhig einige mehr!
Das Mus schmeckt pur lecker, ich könnte es mir aber auch sehr gut durchpüriert als Brotaufstrich vorstellen!

Montag, 21. Mai 2012

Mission possible: tierfreundlich Grillen!

Am Samstag gab es einen großen Geburtstag mit Grillparty!


Leider war der Geburtstag nicht von mir, also gab es natürlich noch viele unvegane Salate und Gerichte, allen voran der große, tierunfreundliche Grill, aber ich habe natürlich alles, was in meiner Macht stand, getan, um alles so vegan wie möglich (nicht ganz uneigennützig) zu gestalten!

1. Mein Grill

Die erste Ladung wärmt sich auf...

Ich hatte das Glück, einen veganen Grill bedienen zu dürfen, den ich auch mit allen möglichen tollen Gemüsesorten beladen habe. Es gab "Lachs"filet von VeganWonderland, bunte Gemüsespieße, gegrillte Paprika, Kohlrabi und Maiskolben.
Gerne hätte ich auch noch ein paar Vürstchen auf den Grill geworfen, was aber bei den ganzen Massen an anderem Essen dann doch ein wenig übertrieben gewesen wäre.

Den Lachs habe ich zuvor einige Male 1cm tief eingeschnitten und dann mit einer Mischung aus Olivenöl, Salz, Pfeffer, geriebener Zitronenschale, Liebstöckel und Oregano eingerieben und eine Nacht ziehen lassen. Das Ergebnis war ganz ok, aber irgendwie sagt mir dieser Fischgeschmack nicht zu, sodass ich dann doch einen großen Teil des Filets noch wegwerfen musste (probieren wollten nur wenige, die den Lachs aber auch nicht sonderlich toll fanden, verglichen mit "echtem" Lachs).
Besser schmeckte er am nächsten Tag mit lustigerweise veganem Honigsenf von Ikea.

Die Gemüsespieße gingen jedoch weg wie warme Semmeln. Anstatt nur auf Holzspieße habe ich die Cocktailtomaten, Zwiebeln und Pilze jedoch auf Rosmarinzweige gesteckt und in einer Marinade aus Liebstöckel, Sojasauce, Olivenöl, Salz, Pfeffer und Paprikagewürz übernachten lassen.

Auch auf die Paprika stürzten sich alle wie wild - die waren auch echt gut, der marinierte Kohlrabi dann aber eher weniger, er wurde sehr trocken, während er gegrillt wurde.
Auch diese Gemüse durften sich über ein Marinadebett freuen - gemischt aus Flüssigrauch, Sojasauce, Olivenöl, Salz und Pfeffer. Bei den Paprikas schmeckte man das Raucharoma sehr gut heraus und machte die ganze Angelegenheit lecker würzig.

über Nacht mariniert und fertig für den Grill!

Die Maiskolben habe ich gar nicht gewürzt. Ich finde, Mais schmeckt pur gegrillt am besten. Alle anderen durften sich ihre Kolben mit Kräuterbutter einreiben (leider nicht vegan, da Mutter meint, Kräuterbutter schmeckt nicht gut mit pflanzlicher Butter....)



et voila!

Oben rechts im Bild: Der "Lachs"! Leider nicht so der Hit..


2. Die Bowle


Das Rezept für die Bowle habe ich letztes Jahr im Surfcamp aufgeschnappt und die Bowle ist einfach der Knaller. Sie ist süß, fruchtig und lecker und sorgt für gute Laune! Das Rezept ist übrigens total simpel und einfach...

Man braucht:

1 Dose Cocktailfrüchte, über Nacht (+Folgetag) in ordentlich Wodka eingelegt, plus dessen Sirup
1 Flasche Sekt (vegan ist z.B. Freixenet)
1 Flasche Weißwein (vegan von Rapunzel oder bei dem Weingut eures Vertrauens nachfragen!)

Alles kurz vor dem Servieren zusammenmischen und mit lustigen Strohhalmen und Bowlepiksern servieren!


3. Rhabarberschnaps

Mein letzter Beitrag kam besonders gut an. Es handelt sich hierbei um DAS Studentengetränk bei uns und ist einfach und lecker.

Und er ist soo einfach zu machen - und dank Becker's Bester wird auch dieser Schnaps vegan.
Man mischt dazu einfach eine Flasche Korn (0,7l) mit einem Liter Rhabarbernektar und fügt 10 Pakete Vanillezucker dazu. Am besten für einige Zeit ziehen lassen und mit Vorsicht genießen!


So wurde die Party, abgesehen von unveganen Kartoffelsalaten, Schichtsalaten und Grillfleisch, auch für mich als Veganerin ein Erfolg, mein Traum wäre jedoch ein veganes Grillfest, bei dem einfach alles vegan ist!! Die ganzen Sachen, ja sogar Eiersalat, lassen sich doch soooo einfach ohne Mayo, Schinken und co. zubereiten!



Naja, vielleicht schaffe ich das ja noch. Der Sommer ist schließlich noch lang.

Jetzt tauch ich ab, es ist ja soo tolles Wetter draußen!

Freitag, 18. Mai 2012

Der vegane Grill, Vanilleeis und eine H&M-Alternative

Moin moin!

So grüßt man sich bei uns im Norden, und da ich mich grad in meinem ZuhauseZuhause befinde (also da, wo ich herkomme), sage ich dieses Wochenende nur noch Moin statt Hallo und trinke Ostfriesentee anstatt Kräutertee.

Morgen feiert meine Schwester ihren 25. Geburtstag - da ist es bei uns üblich, dass die Freundinnen herkommen und einen Kranz aus Zigarettenschachteln aufhängen, welcher bei uns ca. 80m lang ist. Das Geburtstagskind muss dann den Kranz ablaufen und bei jedem Schritt einen Kurzen trinken.
Einfach gesagt, alles läuft eigentlich nur aufs Trinken hinaus.

Danach haben alle einen riesigen Hunger und das gab meiner fürsorglichen Mama natürlich den Anlass, jede Menge Essen vorzubereiten. Mein Vater wird dazu für alle grillen, weil es wahrscheinlich gutes Wetter werden soll.

Und wisst ihr, was ich durchgesetzt habe??

Richtig, bei der ganzen Menge an Gästen, die dann vorbeikommen und mit uns feiern, wurde es mir erlaubt, einen eigenen veganen Grill zu bedienen!!! Jiha!!! Der Traum eines jeden Vegetariers und Veganers: Eigenes Grillzeugs, welches keine Gefahr läuft irgendwas mit Fleisch zu tun zu haben, und wenn es auch nur die gleiche Kohle wie die Tierleichen benutzen muss.
Ich werde vielleicht einen Sticker an meinen Veggiegrill anbringen (Tiere essen - nein Danke!)
Ist das wohl zu hart oder eine gute Idee, die eigene Meinung zu vertreten?

Hoffentlich wird er ebenfalls guten Absatz finden. Ich habe heute extrem viel Zeugs fertig gemacht, was dann eins nach dem anderen abgegrillt wird. Wir standen den ganzen Tag in der Küche und haben eingekauft und geschnitten und getan, sodass ich jetzt wirklich müde und ko bin.

Was ich alles fertig gemacht und gegrillt habe, werde ich euch dann am Sonntag präsentieren! :)

Danach brauchte ich erstmal ein leckeres veganes Eis. Das hatte ich mir gestern schon fertig gemacht. Es besteht eigentlich nur aus der veganen Packung von Biovegan. Diese wird mit 150ml Sojamilch und 100 ml Sojasahne zusammengerührt. Ich habe die Sojasahne von Natumi benutzt, allerdings ein ganzes Packet, also 200ml. Klappte auch.
Schmeckte auch ungefroren schon lecker, aber nachdem ich es eine Nacht eingefroren hatte, dann eine halbe Stunde im Kühlschrank und einmal mit dem Pürierstab durchpüriert hatte, war es wirklich toll:





Könnt ihr die kleinen Bourbonvanille-Pünktchen sehen? Mjam!




Jetzt zu einem anderen Thema:

Ihr erinnert euch sicher noch an den Rock von H&M, den ich letztens so toll fand, aber aus Fairnessgründen nicht gekauft habe.

Einen viel schöneren habe ich nun beim kleiderkreisel.de für nur 10€ abgestaubt! Er ist 2nd Hand und somit an Fairness kaum zu überbieten, da er sonst ja weggeschmissen werden würde.

Was sagt ihr? Da macht es doch gleich noch mehr Spaß, fair zu handeln.



Und noch etwas:

Ein*e Leser*in meines Blogs hat mich gefragt, wo ich für mein letztes Rühr"ei"-Rezept die vegane Worcestersauce herbekommen habe. Da habe ich ein bisschen herumgegoogelt und herausgefunden, dass die Sauce normalerweise gar nicht vegan ist.
Meine war von meinem Mitbewohner geklaut, aber ein deutsches Produkt, also sicher in gut sortierten Supermärkten zu finden.

Die Marke heißt "Appel" und die Zutatenliste ist auch vegan. Schaut selber!